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Film Chemielaborant/IN (Quick Time; 8,7MB)
Weitere Informationen zu der Berufsbildungskommission finden Sie auf www.bbk.ethz.ch

Hinweis: Schnupperlehren sind an der ETH in allen Berufen nur bedingt möglich. Besuchen Sie unsere Informationsveranstaltungen um mehr über die Berufe und die ETH als Ausbildungsbetrieb zu erfahren.
Chemie ist eine alte Wissenschaft, die aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist. Entsprechend vielfältig sind die Bereiche, in denen der Chemielaborant tätig ist. Laboranten arbeiten z.b. bei der Lebensmittelkontrolle, der Entwicklung von Medikamenten, der Auffindung neuer Farbstoffe, der Verbesserung von Textilfasern, der Qualitätsprüfung von Produkten und Werkstoffen, der Gewinnung von Kunststoffen, im Umweltschutz und vielem andern mehr. Etwas ist aber immer gleich: Laboranten arbeiten in einem kleinen Team, das meist von einem Chemiker geleitet wird.
Der Laborant hat die Aufgabe Versuche praktisch durchzuführen. Er macht einen Arbeitsplan, beschafft die nötigen Materialien und entscheidet, welche Apparaturen und Geräte sich am besten eignen. Oft hat er mehrere Versuche nebeneinander durchzuführen. Hier ist durchaus Raum für eigene Initiative und Kreativität. Gute Ideen zur Vereinfachung und Automatisierung von Arbeitsabläufen oder zur Verbesserung von Mess- und Analysenmethoden sind willkommen.
Das Labor ist eine Welt für sich. Auf dem Labortisch stehen chemische Apparaturen, zusammengesetzt aus verschiedenartigen Glasteilen, Wärme- und Kühlvorrichtungen, Messgeräte. Vieles davon ist in sogenannten Kapellen untergebracht, mit Sicherheitsglas vom Labor abgeschirmte Arbeitsplätze mit einer Schiebewand auf der Arbeitsseite und einer Absaugvorrichtung sowie Anschlüssen für Wasser, Gas, Strom, Vakuum und Druckluft. In den Regalen und Schränken stehen Flaschen und Behälter voll mit verschiedenfarbigen Pulvern und Flüssigkeiten.
Der Computer wird heute praktisch in jedem Labor als sinnvolles Hilfsmittel eingesetzt. Als Laborant oder Laborantin
Im Labor werden immer mehr Routinearbeiten von elektronischen Automaten ausgeführt. Der Laborant ist immer weniger "Handwerker". Seine Tätigkeit verschiebt sich mehr zum Beobachten, Ueberwachen, Verarbeiten, Kommunizieren und Interpretieren von Daten und zum sinnvollen Einsetzen elektronischer Geräte.
Eidg. Reglement über die Bildung und Qualifikationsverfahren für den Chemielaboranten
Dauer der beruflichen Grundbildung: 3 Jahre, Beginn jeweils im August
Die praktische Ausbildung unterteilt man in die Grundbildung (2/3; für alle Lehrlinge gleich) und die Fachbildung (1/3; Lehrortabhängig).
hauptsächlich werden die Fachbildungen "Analytik" und "Synthese" ausgebildet.
Chemische Verbindungen werden untersucht, d.h. analysiert.
Chemielaborantinnen und -laboranten, die im analytischen Bereich tätig
sind, bestimmen mit Hilfe von Messgeräten z.B. die Zusammensetzung von
Medikamenten, die Reinheit von Wirkstoffen, Farbstoffen oder
Pflanzenschutzmittel, die Qualität von Rohstoffen oder den Wassergehalt
von Lösungsmitteln.

Ausgangsstoffe werden miteinander zur Reaktion gebracht. So entstehen chemische Verbindungen mit neuen Eigenschaften. Mit Hilfe der Reaktionsgleichung muss berechnet werden, wieviel von jeder Substanz zu verwenden ist. Die Arbeitsvorschrift bestimmt das praktische Vorgehen. Chemielaborantinnen und Chemielaboranten bauen aus unterschiedlichen Glasgeräten die geeignete Apparatur zusammen, sie geben die Substanzen zu, rühren, heizen, kühlen, messen Temperaturen, beobachten und überwachen den Reaktionsverlauf. Die entstandenen Produkte werden isoliert und beispielsweise durch Kristallisieren, Destillieren oder Chromatographieren gereinigt.

An der ETH besuchen unsere Chemielaboranten-Lernenden während ca. 28 Wochen das Lehrlabor, wo ihnen die grundlegenden Arbeitstechniken beigebracht werden. Die einzelnen Kursthemen sind:
Die übrige Zeit arbeiten die Lernenden in verschiedenen Instituten, wo das gelernte vertieft wird und sie leisten durch ihre Arbeiten an verschiedenen Projekten einen wichtigen Beitrag für unsere Forschung.
Besuch der Berufsfachschule in Winterthur während 1 1/2 Tagen pro Woche oder Besuch der Berufsmaturitätsschule während 2 Tagen pro Woche.
Anorganische Chemie, organische Chemie, Biologie, Labortechnik (Physik), Fachrechnen, Informatik, Englisch, Deutsch, Mathematik, Staats- und Wirtschaftskunde, Geschäftskunde
Der Besuch der Berufsmittelschule in Winterthur ist nach bestandener Aufnahmeprüfung möglich. Diese findet jeweils im Mai vor dem Lehrbeginn statt. Zusätzlich zu den Fächern der Berufsschule wird Geometrie, Französisch und Geschichte vermittelt.
Das Qualifikationsverfahren besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil. Die praktische Prüfung (in Zürich in der Regel Hausprüfungen) besteht aus mehreren Aufgaben aus der Grundbildung und einer Aufgabe aus dem Bereich der Lehrfirma (Analytik oder Synthese). Für die theoretische Prüfung werden die Schulnoten aus allen Lehrjahren miteinbezogen. Nach bestandenem Qualifikationsverfahren erhält man den Eidgenössischen Fähigkeitsausweis als Chemielaborant.
Mit bestanderer Berufsmatur hat man die Möglichkeit in eine Fachhochschule (Technikum) einzutreten.
Dem Chemielaboranten stehen viele Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Er kann sich in einem dreijährigen Kurs zum eidg. diplomierten Laboranten HFP (Cheflaborant) ausbilden lassen. Die Berufsmatura berechtigt zum prüfungsfreien Eintritt an eine Fachhochschule zum Studium des Ingenieur FH (s. Ingenieurschulen, Fachhochschulen).
Schnupperlehren sind an der ETH
in allen Berufen nur bedingt möglich. Besuchen Sie unsere
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Film ChemielaborantIN (Quicktime)
Externer Link: Film der Berufsberatung "Laborant/IN EFZ; Richtung Biologie und Chemie"
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